…und wann wird Facebook zum Karriereportal?
Heute wurde ich via Retweet auf eine aktuelle (Oktober 2011) Pressemeldung von Monsters auf die Facebook App “BeKnown” aufmerksam gemacht:
Lieben Dank an Michael, der mich darauf auferksam gemacht hat. Der Text liest sich wirklich nett. Zeit, sich mal wieder dem Mantra, Facebook würde das zukünftige Karriereportal werden, zu beleuchten.
Selbstbewusst wird in der “aktuellen” Pressetext der Monsters AG phrophezeit:
Die Vergangenheit: Xing und LinkedIn
Diese Beiden kennt man: das amerikanische Netzwerk LinkedIn ….
Zeit mal wieder in die Apps zu schauen. BeKnown hatte ich bereits im Juni mal näher angeschaut. Allerdings war ich etwas ernüchtert, da man ausschließlich in seinem Netzwerk posten kann…. dazu aber sein ganzes Netzwerk einladen soll. Den Nutzen konnte mir der Kundenservice damals auch nicht erklären.
Ein Blick heute auf mein “BeKnown” Profil zeigt, dass mein Netzwerk die App von Monsters noch nicht zu würdigen weiss:
Dazu muss man allerdings wissen, dass beide Kontakte sich bei meinem Stellenausschreibungstest im Frühsommer angemeldet haben.
Zusätzlich gibt es auch als App Branchout auf Facebook. Wie ist hier mein Netzwerk vertreten:
Schon besser als bei BeKnown. Aber sechs Kontakte, die bei BranchOut angemeldet sind, sind im Verhältnis zu etlichen Recruitern und Social Media Trainern / Beratern, die sich bei mir in der Freundesliste befinden, auch nicht wirklich viel.
Aber was zählt, ist nicht mein empirisches irrelavantes Netzwerk, sondern messbare Kennzahlen. Zum Vergleich habe ich mir mal die Jobangebote aus Berlin angeschaut (in der Hoffnung, dass hier eine kritische Größe erreicht wird):
Im Vergleich dazu auf Xing und LinkedIn:
Insgesamt ergibt sich folgender Vergleich (wobei LinkedIn gekappt ist, da die Statistik maximal 1.000 Treffer anzeigt):
Bleibt noch Facebook selber. Hier haben etliche Unternehmungen Fanpages, die auch gut frequentiert werden. Das Ranking kann man sich als App direkt Facebook anschauen (Lieben Dank an Eva Ziels, die mir das verraten hat):
(Dieser Chart ist nicht von mir und ist über Facebook als App generierbar).
Allerdings haben die Karriereseiten ein ähnliches Problem wie Stellenanzeigen (ob digital bei Monsters oder klassisch per Print): Die Kandidaten müssen aktiv nach ihr suchen.
Die Identifikation von Bewerbern hingegen, die nicht aktiv suchen, ist ohne entsprechende Suchhilfsmittel ungleich schwerer. Und die Gruppen (die zur Eingrenzung dienen können) werden immer schwächer in ihrer Ausbreitung.
Wann mischt sich Facebook ein?
Erstaunlich ist, dass Facebook diesen Markt Subunternehmern überlässt und nicht selber aktiv wird. Allerdings scheint Facebook im Moment eher mit sich selber (siehe neue Timeline) oder der Abwehr neuer Konkurrenten (Google+) beschäftigt zu sein.
Ob Facebook das Geschäftsfeld nicht doch noch für sich selber findet, bleibt abzuwarten.
Auch kann Monsters im Moment noch gelassen sein:
Die Onlinestellenbörsen sind hier noch unangefochten (s. Whitepaper) an erster Stelle und werden diesen Platz auch vorerst nicht abzugeben. Trotzdem erscheinen mir die Onlinestellenbörsen etwas wie die Dinosaurier des HR, die den Meteoriteneinschlag noch nicht wahrgenommen haben.







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