Recruiting 2.0: Mitarbeiter per Social Media suchen (BeKnown)
Intro
Ich habe ja vor kurzem drei verschiedene Wege einem Praxistest unterzogen, wie man Social Media zum Recruiting einsetzt. Nun hat ein großer Wettbewerber aus dem Recruitingumfeld, der Klassiker Monsters, eine eigene App für Facebook gelauncht. Zeit auch hier sich auszuprobieren. Überschattet wurde das Ganze von der Meldung, dass LinkedIn seine API für BeKnown gekappt hätte.
Die Anmeldung
Ohne Anmeldung klappt es nicht. Das größte Manko der Apps auf Facebook, wie ich finde. Aber, da das dazugehört, gesagt, getan. Hierzu gehört als erstes, die https Verbindung zu kappen:
Https und Beknown klappt schon mal nicht. Vielleicht Angst vor dem bayerischen Innenministerium? Daran sollte es nicht scheitern. Die Anmeldung wird weiter durchgeführt. Natürlich sammelt sich BeKnown die Erlaubnis ein, mir Mails zu schreiben, meine Kontakte zu durchforsten etc. pp:
Jetzt kann die Anzeige aufgegeben werden. Hierzu hat man einen minimalistischen Editor, der für eine Anzeige ausreicht. Schön dabei: Man kann zweispaltige Anzeigen aufgeben, was ich sehr angenehm im Layout empfinde:
Angenehm: Posten für den ersten und zweiten Kontaktgrad ist kostenlos.
Das Ergebnis sieht dann so aus:
Erster und Zweiter Kontaktgrad ist kostenlos. Wie kann man aber eine “richtige” Anzeige schalten? Für mein Netzwerk ist keine App notwendig, die App braucht aber mein Netzwerk, wie die permanente Aufforderung zum Einladen von Kontakten beweist:
Das Geschäft seitens Monsters sieht also so aus: Ich penetriere mein Netzwerk und bekomme irgendwann eine Grafik zugeteilt. So richtig motiviert dieses noch nicht. Ich will aber eine “richtige” Anzeige.
Da mir die Sinnhaftigkeit nicht erschloss, schrieb ich an den Kundenservice. Nachdem keine Reaktion erfolgte, rief ich direkt an, geriet aber nur an einen armen Supportmitarbeiter, der BeKnown knapp kannte. Ein Versprochener Rückruf erfolgte nicht, jedoch erhielt ich später eine Mail:
Fazit
Also, dass mich die App nicht überzeugt, wäre Monsters geschmeichelt. Vom “Marktführer” im Recruitingumfeld hätte ich mehr erwartet. Die mangelnde Sicherheit (https) ist hierbei noch fast sympathisch. Dass ich aber meine Daten Monsters freigebe, um die gleiche Funktionalität zu erhalten, wie ich sie bei Facebook eh schon habe, ist schon tendenziell Bauernfängerei.
Die Ausgestaltung erinnert an Siemens, die Ende der 80er Jahre die Faxtechnik (dessen Patente Siemens innehatte) nicht weiter verfolgte, um das Geschäft mit dem Fernschreiber nicht zu gefährden.
Wer mit seinen Daten so sorglos umgehen möchte, sollte ein paar iPad Gewinnspiele mitmachen, da hat man wenigstens den Hauch einer Chance, mit dem Einsatz seiner Daten etwas zu gewinnen.
Alle anderen sollten auf Facebook pur oder auf Branchout setzen, dass vernünftige Anzeigen unterstützt.







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